Gartenwerkzeuge zur Bodenlockerung & -pflege sowie zur Unkrautbekämpfung

Sind im Garten die Beete und Rasenflächen fertig angelegt, so ist mit der Bodenarbeit natürlich noch lange nicht Schluss. Ganz im Gegenteil: Unkraut wächst in allen Ritzen und Lücken. Regen und Sonne sorgen für das Verdichten der Oberflächenstruktur. Nährstoffe werden ausgewaschen und müssen "nachgefüllt" werden.



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Welche Geräte kommen für die Bodenlockerung in Betracht?

Auf dem Markt werden mannigfaltige Gartengeräte mit skurrilsten Formen angeboten, die der Bodenlockerheit auf die Sprünge helfen sollen. Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht in diesem Bereich. Tatsächlich gibt es auch verschiedene Bedingungen, die einen zu unterschiedlichen Gartengeräten greifen lassen.

Natürlich ist in den meisten Fällen die tiefe Bodenlockerung erwünscht. Dies läßt sich zum einen mit Hilfe einer Grabegabel erreichen (siehe den Artikel Grabegabeln), wenn dafür genügend Platz ist wie bei einem frisch angelegten Beet.

In engen Gemüse- und Blumenbeeten hat sich hingegen der sogenannte Sauzahn für die tiefe Bodenlockerung bewährt. Dieser besteht aus einem sichelförmig gebogenen Zinken, der sich ganz einfach durch das Erdreich ziehen lässt und dabei den Boden auflockert ohne seine Bodenschichtung zu zerstören.
Ähnlich gut in der Handhabung bei wenig Platz ist der Krail, eine umgebogene Mistgabel mit drei bis vier Zinken. Der Krail erreicht jedoch nur noch die obersten 15 -20 cm des Bodens.

Hat man es über die Jahre geschafft einen feinkrümeligen, lockeren und humosen Boden entstehen zu lassen, so reicht auch die regelmäßige, oberflächliche Bodenlockerung für die Erhaltung eines solchen Bodens aus. Es gibt außerdem auch einige Flachwurzler wie beispielsweise die Magnolie oder die Päonie, die eine tiefe Bodenlockerung garnicht vertragen, weil man dabei sehr leicht ihre Wurzeln verletzt. In beiden Fällen gibt es natürlich auch für die oberflächliche Bodenlockerung die geeigneten Gartengeräte.
In schweren Böden verwendet man Hacken und in allen anderen den sogenannten Kultivator oder auch Grubber genannt.

Mit welchen Gartengeräten lassen sich Bodenzusätze einarbeiten?

Der Grubber oder Kultivator besteht aus drei bis fünf gekrümmten Zinken. Diese gibt es sowohl in rund als auch flach und breit mit langem und kurzen Stiel. Das Gerät eignet sich hervorragend für das Einarbeiten von Kompost oder anderen feinen Bodenzusätzen wie Gesteinsmehl, Hornspäne, etc.
Anschließend benötigt man dann eine Harke, um den Boden gleichmäßig zu planieren. Je glatter die Bodenoberfläche ist desto weniger Rillen und Nieschen sind vorhanden für anfliegende ungewollte Samen und die Eiablage von Nacktschnecken.

Was hilft bei der Unkrautentfernung?

Letztendlich ist Unkrautjäten eine Handarbeit. Besonders die kleinen neu ausgetriebenen Unkrautpflänzchen lassen sich nur mit den Fingern entfernen. Das Jäten wird jedoch um einiges leichter, wenn man den Boden zuvor etwas aufgelockert hat, denn dann lassen sich die Unkräuter leichter mit den gesamten Wurzeln aus der Erde ziehen. Für die Bodenlockerung kommen natürlich die üblichen Verdächtigen in Frage wie Grubber, Krail, Sauzahn und Hacke. All diese Geräte gibt es auch als Mini-Gartengeräte, so dass sie handlicher und wendiger in der Benutzung sind, was in knieender Position beim Unkrautjäten äußerst nützlich sein kann.

Für manche Unkräuter mit sehr tiefreichenden und fleischigen Wurzeln wie beispielsweise beim Löwenzahn benötigt man eventuell zusätzliche Gartengeräte. Aus den USA kommt eine sogenannte Unkrautzange, mit der man angeblich ganz problemlos Löwenzahn, Brennesseln und Disteln im Stehen jäten kann ohne die Wurzeln abzureißen oder sich bücken zu müssen.
Für die Entfernung von Hand gibt es allerlei helfende Geräte, die Löwenzahnstecher, Unkrautjäter, Unkrautstecher, Rundjäter, Wurzelstecher und so weiter genannt werden.

Ein Wort noch zum Unkraut an sich. Schließlich ist immer wieder fraglich, was man darunter eigentlich versteht, denn in der Regel handelt es sich bei den Pflanzen, die wir Unkräuter nennen, doch meistens um heimische Wildkräuter mit schmackhaften oder heilenden Eigenschaften.
Zudem sagen uns die Unkräuter etwas über die Beschaffenheit des Bodens und seine möglichen Mängel wie Verdichtung, Staunässe, etc, Einen interessanten Artikel zu diesem Thema finden Sie unter folgendem externen Link:
Das Unkraut-Freund des Bodens und Zeigerpflanze für den Gärtner
auf Gartenrausch.com.