Geräte für die Bewässerung von Pflanzen

Wasser ist eine der wichtigsten Grundvorraussetzungen für das Leben, Wachsen und Gedeihen von Pflanzen. Ohne Wasser kann keine Pflanze leben, denn es transportiert Sauerstoff und gelöste Nährstoffe zu den Pflanzen hin und versorgt sie dadurch mit allen lebensnotwendigen Substanzen. Außerdem bestehen krautige Pflanzen zu 80-90% aus Wasser, so dass der Bedarf daran sehr hoch ist. Deswegen ist auch schon in kleinen Gärten und sogar auf dem Balkon die Bewässerung der Pflanzen eines der wichtigsten und zeitaufwendigsten Arbeitsfelder des Gärtners.

GartengeräteDie wenigsten Pflanzen lieben unser oft stark kalkhaltiges Leitungswasser. Wenn Sie die Wahl hätten, würden sie auf jeden Fall das Regenwasser bevorzugen. Da dieses kostenlos vom Himmel fällt, ist es zusätzlich auch noch die billigere Variante.

Das liebe Geld zieht bei vielen Menschen mehr wie der Aspekt der Wasserverträglichkeit. Es ist jedoch auch wirklich ein guter Grund, denn als Faustzahl für den jährlichen Gießwasserverbrauch werden rund 6000 Liter pro 100 m² Gartenfläche angesetzt. Dies entspricht 6 m³ und kann bei intensiver Gartennutzung oder sehr trockenen Sommern noch deutlich höher ausfallen.

Bei der Neuanlage eines Gartens sollte man daher von Anfang an die Nutzung des Regenwassers für den Garten mit einplanen. Grundvorraussetzungen für die Regenwassernutzung sind eine vorhandene Dachfläche zum Auffangen des Wassers und eine angebaute Dachrinne mit Fallrohr zum Ableiten. Daran läßt sich ganz einfach die klassische Regentonne installieren. Bei großen Dachflächen lohnt es sich sogar, über den festen Einbau eines großen Tanks nachzudenken, der entweder direkt im Erdboden versenkt werden kann oder im Keller, der Garage oder sogar auf dem Dachboden platziert wird. Tatsächlich lassen sich eventuell auch Toillettenspülung und Waschmaschine mit dem Regenwasser betreiben.
Von vielen Gemeinden werden solche Regenwasseranlagen gefördert beziehungsweise erwirken sie in der Regel eine Vergünstigung der anfallenden regulären Abwassergebühren. Informationen erhalten Sie dazu bei der Gemeinde-, Stadt- oder Kreisverwaltung sowie beim zuständigen Umweltamt.

Unabhängig von der Frage welches Wasser genutzt werden soll, stellt sich die Frage wie es verteilt wird.

Folgende Bewässerungsmöglichkeiten bieten sich im Garten an:

  1. Das Gießen von Hand mit Hilfe einer Gießkanne. Das Wasser hierfür kann entweder aus der Regentonne oder aus der Wasserleitung entnommen werden. Gießkannen werden immer gebraucht, egal wie groß der Garten ist. Als alleiniges Werkzeug zur Bewässerung reichen sie jedoch nur für einen Balkon oder einen sehr kleinen Garten.
  2. Mit Hilfe eines Gartenschlauchs kommt man da schon weiter. Auch dieser kann mit Regen- oder Leitungswasser genutzt werden, indem man ihn entweder an die Regentonne oder -zisterne oder an die Wasserleitung anschließt. Es gibt verschiedene Gießaufsetze, die die Durchflussgeschwindigkeit des Wassers regeln und die Wasserstrahlform beeinflussen, um jeder Pflanze die richtige Bewässerung zukommen lassen zu können.
  3. Bewässerungssysteme funktionieren auch dann, wenn man selbst garnicht anwesend ist mit Hilfe eines Bewässerungscomputers oder einer Zeitschaltuhr , die direkt zwischen Schlauch / Rohr und Wasserhahn geschraubt werden können. Doch auch wenn man auf die komplette Automatisierung verzichtet, so kann ein gut geplantes und fest installiertes Bewässerungssystem großartige Dienste leisten, denn man braucht bei Bedarf nur den Wasserhahn aufdrehen und jede Pflanze im Garten wird optimal versorgt.
    Diese Bewässerungssysteme gibt es:
    • Tröpfchenbewässerung mit Hilfe von Tropf- und Perlschläuchen oder Einzeltropfern. Diese Bewässerungsmethode wird bevorzugt im Gewächshaus, für Hecken, Gemüsebeete und Blumenrabatten eingesetzt.
    • Beregnung von Flächen mit Hilfe von Regnern und Sprühregnern. Große Flächen können dadurch schnell mit Wasser versorgt werden. Diese Methode ist also besonders geeignet für Rasenflächen und große Beete. Von Nachteil kann die Bewässerung von oben sein, die die meisten Pflanzen nicht besonders mögen und die leichter zu Schädlingsbefall und Fäulnis führen kann.

    Für all diese Bewässerungssysteme ist es sinnvoll ein unterirdisches Rohrsystem zu verlegen, das an strategisch günstigen Stellen die Installation von Wasseranschlüssen und Zapfstellen ermöglicht. Ist ein Garten jedoch schon gut eingewachsen und etabliert, so kann man auf das Aufreißen des Bodens verzichten und flexible Rohr- und Schlauchsysteme überirdisch verlegen.


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